Zur Geschichte des Tillyfestes

Kein vergleichbares Fest im oberpfälzischen Jura verbindet Kultur, Geschichte und Gemeinschaft in diesem Ausmaß. Für zwei Tage wird der Markt in das Leben und Treiben der Zeit des 30-jährigen Krieges zurück versetzt. In allen Winkeln des Ortes lässt sich das raue und harte Leben der damaligen Zeit erfühlen. Aber auch Herzlichkeitallerlei Musik und Tanz. Wie zu damaliger Zeit eben.


Der historische Marktflecken Breitenbrunn in der Oberpfalz erfährt übrigens bereits seit 1989 alljährlich eine Umwandlung in die Kulisse des 30-jährigen Krieges. Dabei hat es sich Anfangs aus einem einfachen Kulturfest mir nur Einheimischen Besuchern und Schaustellern zu einem großen mittelalterlichen Fest entwickelt.  Mit mittlerweile ca. 12.000 Besucher auf 2 Tage verteilt ist es bei weitem kein kleines Fest mehr.

Wobei die letzten Jahre das inhaltliche Hauptaugenmerk, noch auf dem Grafen Tilly und sein erster Besuch 1624 in Breitenbrunn lag. Will man mittlerweile eine größere Bandbreite dieser Zeit aufzeigen. Mit Vorführungen, Darstellungen, Gefechtsszenen usw. will man den Menschen der heutigen Zeit die Geschichte von Breitenbrunn im 30-jährigen Krieg näher bringen. Durch geschichtlich wahre Hintergründe sowie fiktive Ereignisse sollen die Besucher erfahren wie es vielen Orten in diesem großen Krieg erging. Dabei wollen wir aufzeigen wie der Krieg alles verändert Menschen, Land, Volk und den Glauben. Damit wollen wir aber auch Denkanstoß geben und Mahnen, damit wir aus "unserer" Geschichte lernen.

Aber Graf Tilly selbst wird nicht vergessen, er und auch seine Familie waren für Breitenbrunn große Wohltäter. Er selbst brachte Breitenbrunn die Reichsfreiheit führte die Wildensteiner Monstranz zurück aus der Schatzkammer der Wittelsbacher und stiftete die heute noch bestehende Rosenkranzbruderschaft. Dafür will man ihn weiterhin ehren, für dass was Breitenbrunn ihm zu verdanken hat.